KT470-SM
Kreuztische

Hochlast XY Positioniertisch (Spindelantrieb), Hub 308 x 308 mm, Repro ± 2.3 µm, Last 23 kg, Speed 40 mm/s
KT470-SM

 

Hohe Lasten mit großen Verfahrwegen

Der Kreuztisch KT470 mit Schrittmotor wird in der Messtechnik und zur Oberflächeninspektion eingesetzt. Geringe Ablaufwerte, hinsichtlich Geradheit und Ebenheit, können durch den Einsatz von Kreuzrollen erreicht werden. Dies führt zu einer überdurchschnittlichen Wiederholbarkeit, die die Grundlage für eine gute Kompensation bildet. Dies ermöglicht eine extrem hohe Genauigkeit für Messanwendungen.

  • Positionierung von Lasten bis 230 N mit einem günstigen Antrieb
  • Reduktion zufälliger Fehler auf ein Minimum
  • Sehr hohe Zuverlässigkeit mit minimalem Reibungswiderstand durch den Einsatz von geläppten Kreuzrollenführungen 

Optionen:

  • Wahlweise mit DC-Motor oder Schrittmotor
  • Hochauflösendes Messsystem
  • Ausführung für Reinraum, Labor oder Produktion
  • Kundenspezifische Entwicklung mit 3D-Entwurf, Prototypen, Serienproduktion

Kostenoptimiert und zuverlässig positionieren

Je nach Kundenwunsch wird das XY-System mit Schrittmotor oder DC-Motor ausgerüstet. Dabei ist der Gleichstrommotor erste Wahl für Anwendungen mit hohen Drehzahlen sowie kleinen Momenten. Erfordert die Positionieraufgabe dagegen niedrige Leistungen und geringe Drehzahlen, ist der Schrittmotor die passende Variante.

Anwendungsfelder

Schnelle Scananwendungen und dynamische Bahnfahrten z.B. Halbleiterinspektion, Waferinspektion, Chipinspektion, Messanlagen, Automatische optische Inspektion (AOI), Messgeräte, Messtechnik, Inspektionssysteme, Werkzeugvermessung

 

KT470   -300-SM
Verfahrweg [mm]  308 x 308
Wiederholgenauigkeit unidirektional [µm] ± 2.3
Wiederholgenauigkeit bidirektional [µm] ± 3.3
Positioniergenauigkeit [µm] ± 18.9
Ebenheitsabweichung [µm] ± 7.5
Geradheitsabweichung [µm] ± 3
Positioniergeschwindigkeit [mm/s] 20
Max. Geschwindigkeit [mm/s] 40
Max. Beschleunigung [m/s2] 0.4
Max. Last Fx [N] 44
Max. Last Fy [N] 44
Max. Last Fz [N] 227
Max. Lastmoment Mx [Nm] 11
Max. Lastmoment My [Nm] 11
Max. Lastmoment Mz [Nm] 10
Nicken [µrad] ± 170
Gieren [µrad] ± 85
Länge [mm] 470
Breite [mm] 470
Höhe [mm] 80
Gewicht [kg] 36
Spindel Typ   Kugelgewindetrieb 1214.511/1.12.361.412
Spindel Steigung   1
Führung   Kreuzrolle
Motor   Schrittmotor
Feedback   Open Loop
Material   Aluminium eloxiert
Optionale Zusatzausstattung   Verfahrwege 200 - 350 mm, wahlweise mit hochauflösendem Messsystem, Mutternentkopplung, Bremse, Zwangsführung, kundenspezifsche Adapter, Bohrungsraster, Kabel / Stecker
Varianten Reinraum    bis Reinraum Klasse ISO 6 (höher auf Anfrage)
Varianten Strahlung    UV, DUV, EUV (Röntgen, Gamma auf Anfrage)
Varianten Magnetismus    magnetisch
Varianten Vakuum    bis 10E-11 mbar (höher auf Anfrage)

 

Änderungen vorbehalten. Werte gelten für Einzelachsen mit unseren Controllern. Hier angegeben sind typische Werte für eine Standardausführung. Durch individuelle Anpassungen und bei genauer Kenntnis Ihrer Anwendung können deutlich verbesserte Werte erreicht werden. Sprechen Sie uns an.

Verwandte Produkte


Angepasstes System für Ihr Gesamtkonzept

Mit dem Absenden dieses Formulars bestätige ich, dass ich die Datenschutzerklärung von Steinmeyer zur Kenntnis genommen habe.

Nahezu alle hier gezeigten atmosphärischen Standardachsen sind uneloxiert mit UHV-Schmierung für Restdrücke bis 10E-6 mbar und min. Reinraum Klasse ISO 6 - oder noch besser - verfügbar. Weitere Stages für anpruchsvollere Umgebungen bis Reinraumklasse ISO 2, Vakuum bis 10E-11 mbar oder harte Strahlung finden Sie hier:

Übersicht Reinraum & Vakuum XY Stages    Technischen Berater kontaktieren

Materialien für XY-Stages

XY-Stages von Steinmeyer Mechatronik bestehen überwiegend aus Aluminium. Dieses Material bietet ein optimales Verhältnis aus Steifigkeit, Gewicht und thermischem Verhalten – entscheidend für hochpräzise zweiachsige Positioniersysteme.

Aluminium leitet lokale Erwärmungen effizient ab. Dadurch stellt sich das System schnell in einen thermisch stabilen Zustand ein – eine wesentliche Voraussetzung für reproduzierbare Genauigkeit in XY-Anwendungen, insbesondere bei Scan- oder Inspektionsprozessen.

Die geringere Steifigkeit von Aluminium im Vergleich zu Stahl wird konstruktiv kompensiert, beispielsweise durch:

  • Optimierte Querschnittsgeometrien der X- und Y-Träger
  • Verstärkte Grundplatten bei größeren Verfahrwegen
  • Hohlprofilkonstruktionen mit hoher Biegesteifigkeit

Für spezielle Anforderungen – etwa magnetfeldkritische oder vakuumtaugliche Anwendungen – sind alternativ Stahl- oder Titan-Ausführungen möglich.


Funktionale Oberflächen und Beschichtungen für XY-Stages

Je nach Einsatzumgebung stehen neben Standardoberflächen zahlreiche kundenspezifische Beschichtungs- und Oberflächenkonzepte zur Verfügung. Diese ermöglichen Reinraumtauglichkeit bis ISO 1–2 (abhängig von Anwendung und Prozess) sowie optimierte Eigenschaften für optische oder chemisch anspruchsvolle Umgebungen.

Für XY-Stages mit hohen Anforderungen an Verschleiß, Reibung oder Partikelverhalten entwickeln und qualifizieren wir applikationsspezifische Funktionsbeschichtungen, unter anderem:

  • Nickel-Beschichtungen
  • PTFE- & KEPLA®-Beschichtungen
  • Fluorierte Schmierstoffe
  • Dicronite® / Dry-Film-Beschichtungen
  • Applikationsspezifische Beschichtungskombinationen

Darüber hinaus sind verfügbar:

  • Eloxiert (gereinigt)
  • Alternative Farb-Eloxale
  • Aluminium blank, gereinigt
  • Bilatal
  • Nickel

Diese Oberflächen eignen sich insbesondere für:

  • Hohe Reinheitsanforderungen im Reinraum
  • Chemisch aggressive Umgebungen (z. B. Life Science)
  • Optische Systeme mit Streulichtanforderungen
  • Vakuumanwendungen


Warum Funktionsbeschichtungen bei XY-Stages entscheidend sind (Vorher → Nachher)

  • Standardoberfläche → EUV-taugliche Oberfläche
  • Reflektierend → Nicht reflektierend, minimiertes Streulicht
  • Begrenzte Gleitfähigkeit → Optimierte Reibwerte & reduzierter Verschleiß
  • Basisschutz → Erhöhte chemische & korrosive Beständigkeit
  • Standardausführung → Applikationsoptimierte Performance

Sonderoberflächen sind häufig erforderlich für UV / DUV / EUV-Anwendungen (Röntgen- oder Gamma-Anwendungen auf Anfrage).

Kreuztische bzw. XY-Stages, sind grundlegend hochpräzise Positioniersysteme, die verwendet werden, um Objekte in zwei Dimensionen (X- und Y-Achse) zu bewegen. Sie finden Anwendung in verschiedenen Bereichen, wie z.B. der Mikroskopie, der Fertigung und der Automatisierungstechnik. Die Architektur unserer motorisierten XY-Systeme kann in vier Grundkonzepte unterteilt werden:

  • Plattenstapel („Ritter-Sport-Architektur“)
  • Gekreuzte Linearachsen („Kreuzarchitektur“)
  • Inverse Pyramide („Zuckertüte“)
  • Pyramide („Pyramidenarchitektur“)

Die meisten XY-Tische sind nach dem Prinzip des Plattenstapels, manchmal auch „Ritter-Sport-Architektur“ genannt, aufgebaut. Sie verfügen über eine besonders kompakte, quadratische Konstruktionsweise und erfüllen die Erwartungen an einen Kreuztisch.

Allerdings fahren sie im Betrieb auseinander und nehmen dann um den Verfahrweg in zwei Dimensionen mehr Platz in Anspruch. Das Überhängen der massiven Platten führt zu einer Verbiegung, wodurch sich die Genauigkeit reduziert. Da im Sinne der Konstruktionsregeln die Führungen länger sein müssen als im seitlichen Abstand, befindet sich an den Seiten der einzelnen Verfahrrichtungen ungenutztes Material. Dieses macht den Tisch vergleichsweise schwer, bringt jedoch keinen Nutzen und sorgt lediglich dafür, dass sich der Kreuztisch beim Verfahren zusätzlich verbiegt. Hierdurch ergibt sich eine starke Positionsabhängigkeit der Verbiegung und damit der Präzision.

Die Kreuzarchitektur lässt sich einfach realisieren und ergibt sich durch ein gekreuztes Übereinanderschrauben von Lineartischen. Die Fahrt erfolgt in eine Richtung über den mittleren Footprint. In dieser Richtung muss entsprechend Platz vorgehalten werden. Der Vorteil sind die weniger massiven Platten, womit sich Überhängen und somit Verbiegungen und Einflüsse auf die Präzision reduzieren. Da bei gekreuzten Einzeltischen seitlich füllendes Material fehlt, fällt die Verbiegung geringer aus. Der gewonnene Platz lässt sich für die Kabelführung der oberen Achse nutzen. Dies führt zu einer geringeren Positionsabhängigkeit der Verbiegung und somit zu einer höheren Präzision.

Mikroskoptische sind in der Regel als inverse Pyramide, in ihrer Form einer „Zuckertüte“ ähnelnd, aufgebaut. Gegenüber anderen Architekturen ist diese besonders kompakt, flach und leicht. Die Antriebe lassen sich einfach unter den überhängenden Platten verstecken, was gerade für mobile Geräte vorteilhaft ist. Für Anwendungen, bei denen die Lasteinleitung grundsätzlich mittig stattfindet, beispielsweise bei Härteprüftischen, ist diese Architektur ausreichend. Wie bei der Plattenstapelarchitektur fahren hierbei jedoch die Platten auseinander und nehmen dann um den Verfahrweg in zwei Dimensionen zusätzlichen Platz in Anspruch. Somit ergeben sich bei der inversen Pyramide vergleichbare Nachteile wie bei der Plattenstapel-Architektur.

Die vierte Architektur ist der strikte Pyramidenaufbau, der besonders durch sein großes Erscheinungsbild gekennzeichnet ist und somit nicht den üblichen Erwartungen an einen Kreuztisch entspricht. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die Platten im Betrieb nicht auseinanderfahren, sodass der Tisch immer denselben Platz in Anspruch nimmt. Das flächige Abstützen der unteren Platte an der Grundstruktur bildet eine sehr steife Basis für das Gesamtsystem. Zudem befindet sich an den Seiten kein ungenutztes oder überhängendes Material. Die Führungswagen laufen grundsätzlich vollständig auf mit Metall unterstützter Schiene und das Führungsverhältnis wird immer eingehalten. Auf diese Weise zeichnet sich die Pyramidenarchitektur mit hervorragenden Genauigkeitswerten und extrem geringen Abweichungen beim Verfahren und bei unterschiedlicher Last aus.

Die Auslegung von XY-Stages basiert primär auf Kraftbedarf in X- und Y-Richtung, Dynamik (Beschleunigung / Geschwindigkeit) sowie der erforderlichen Positioniergenauigkeit. Zusätzlich relevant sind Bauraum, bewegte Masse, thermische Stabilität und Integrationsaufwand. Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Antriebskonzepte zum Einsatz, erkennbar als Kürzel in der jeweiligen Namensbezeichnung:

  • Geschliffene Kugelgewindetriebe oder Gleitgewindetriebe mit SM-Motor (Schrittmotor), DC-Motor (Gleichstrommotor) oder AC-Servo (Wechselstrom-Servomotor)
  • Elektrodynamische Linearmotoren (eisenlos oder eisenbehaftet) für hochdynamische XY-Scanbewegungen
  • Piezomotoren wie Piezo-Legs® oder Nanomotion® für Feinkorrektur- oder Nanopositionierung


Systematische Entscheidungsstruktur für XY-Stages

Wenn Priorität liegt auf … Empfohlenes Antriebskonzept
Kompakte Bauform & kosteneffiziente Lösung Schrittmotor mit Spindeltrieb
Dynamische Bewegungen & geschlossene Regelung DC-Servo / BLDC mit Kugelgewindetrieb
Höchste Dynamik & spielfreier Direktantrieb Linearmotor
Nanometer-Feinpositionierung & minimale Baugröße Piezo / Nanomotion / Ultrasonic

 

1. Schrittmotor in XY-Stages

Typische Anwendung

Kompakte XY-Positioniersysteme mit moderaten Geschwindigkeiten und Kräften, beispielsweise in Labor- oder Justageaufgaben.

Vorteile

  • Kosteneffizient
  • Einfache Integration
  • Gute Haltekraft im Stillstand

Nachteile

  • Mögliche Schrittverluste bei Überlast
  • Begrenzte Dynamik bei schnellen Scanbewegungen

Empfohlen für

  • Kompakte XY-Tische
  • Justage- und Einstellaufgaben
  • Laborautomatisierung
  • Vakuumkompatible Anwendungen mit moderater Dynamik

 

2. DC-Servo oder BLDC-Motor in XY-Stages

Typische Anwendung

XY-Systeme mit geschlossener Regelung für reproduzierbare Positionierung und höhere Dynamik.

Vorteile

  • Sehr gleichmäßiger Lauf in beiden Achsen
  • Hohe Beschleunigungen bei moderater Baugröße
  • Präzise Positions- und Geschwindigkeitsregelung

Nachteile

  • Höhere Systemkosten
  • Erfordert Servoregler und Parametrierung

Empfohlen für

  • Schnelle XY-Scan-Tische
  • Automatisierte Inspektionssysteme
  • Synchronisierte Mehrachssysteme

 

3. Linearmotor in XY-Stages

Typische Anwendung

Direktantrieb für hochdynamische XY-Positioniersysteme ohne mechanische Übertragung.

Vorteile

  • Kein Umkehrspiel
  • Sehr hohe Beschleunigungen in X und Y
  • Ideal für kontinuierliche Scanprozesse

Nachteile

  • Erhöhter Energiebedarf
  • Thermisches Management erforderlich
  • Höhere Investitionskosten

Empfohlen für

  • Hochdynamische XY-Scan-Systeme
  • Halbleiter-Inspektion und Metrologie
  • Präzisionsmontage mit hohen Taktzahlen

 

4. Piezo-, Nanomotion oder Ultrasonic-Antriebe in XY-Stages

Typische Anwendung

Nanometer-Feinpositionierung innerhalb eines XY-Systems oder als Korrekturachse.

Vorteile

  • Extrem feine Schrittweiten
  • Keine magnetischen Felder
  • Hohe Haltekraft ohne Energiezufuhr

Nachteile

  • Begrenzte Verfahrwege
  • Niedrige Geschwindigkeit
  • Nicht für hohe Dauerlast ausgelegt

Empfohlen für

  • Nanopositionierung innerhalb von XY-Systemen
  • Optische Feinjustage
  • Active-Alignment-Anwendungen
  • Magnetfeldkritische oder vakuumtaugliche Umgebungen

Als Feedback-System werden in den meisten Fällen inkrementelle Maßstäbe aus Stahl oder Zerodur® bzw. Zeromet® eingesetzt. Während dies für eine Genauigkeit im einstelligen Mikrometerbereich ausreichend ist, ist es bei Genauigkeitsforderungen unter einem Mikrometer sinnvoll, interferometrisches Positionsfeedback zu verwenden. Bei Systemen mit „open loop“, also ohne Messsystem, lässt sich nur eine Präzision im zweistelligen Mikrometerbereich erzielen; aufgrund des einfacheren Controllers und des fehlenden Messsystems ist dies aber die kostengünstigere Lösung.


Sie suchen eine technische Lösung für Ihre Anwendung?

Jetzt den ersten 3D Entwurf in nur wenigen Tagen erhalten:

 

Katja Weißbach
Beratung

T +49 351 88585-64
E-Mail

Ronald Schulze
Beratung, Projektmanagement
& Engineering
T +49 351 88585-67
E-Mail

Francisco Samuel
Beratung &
Projektmanagement
T +49 351 88585-85
E-Mail

Elger Matthes
Beratung, Konzepte, Innovation & Engineering
T +49 351 88585-82
E-Mail

Unsere Referenzen