9-Achs Positioniersystem mit Verfahrwegen bis 100 mm | XYZ DC-Motor, Kugelgewindetrieb, Motor-Encoder | Phi Theta Omega DC-Motor, AC-Servo, Harmonic Drive
XYZ Tip-Tilt System

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Automatisierte und hochauflösende Aufnahmen aus jedem Winkel

Dieses 9-Achs-Positioniersystem ermöglicht es, Proben aus allen möglichen Winkeln unter Mikroskopen oder hochauflösenden Kameras zu betrachten wie z.B. Einspritzdüsen, Stents, kleine Zerspanungswerkzeuge, Kanülen und sonstige rotationssymmetrische Teile. Es besteht aus den robusten und steifen Standardkomponenten des KLT310 mit PMT160 für XYZ, an dem verschiedene Mikroskoptypen befestigt werden können. Für die Schwenkachse kommt der leichte, kompakte und stabile XY-Offsettisch KT180 zum Einsatz, darauf weitere Schwenkachse mit Drehachse und Aufnahmefutter. 
 

Ultrafeine Details trotz kurzer Prozesszeiten

  • Ideal für den Aus- und Aufbau von hochpräzisen 3D Prozessen in der Medizin, Biotechnologie und Halbleitertechnik
  • Ultrafeine Abbildung von Details und höhere Vergrößerungen durch Stabilität im µm Bereich
  • Kurze Prozesszeiten mit hohen Geschwindigkeiten bis 35 mm/s
  • Sehr hohe Wiederholbarkeit der Ergebnisse mit bis zu 2.5 µm und feinste rotatorische Bewegungen bis 0.02°
  • Wartungsarm mit außergewöhnlich hoher Lebensdauer durch langjährig zuverlässige Standardachsen

Besonderheiten:

  • Konfigurierbar für Reinraum ISO 14644-1 (bis Klasse 1 auf Anfrage)
  • Anpassbar für weitere Verfahrwege und beliebige Prüflinge
  • Verschiedene Motorvarianten: DC-Motor, Schrittmotor und Linearmotor
  • Optional mit gebrauchsfertiger Steuerung durch vorkonfigurierten Controller inkl. Beispielsoftware

    Individuelle Erweiterungen und Anpassungen

    Die Engineering-Leistungen umfassen die Anpassung der Systeme an Ihre Struktur und die gewünschten Steuerungen. Darüber hinaus entwickeln wir Prototypen und passen die Systeme gerne an die Umgebungsanforderungen Ihrer Anwendung an, z.B. Partikelemission, Strahlung, Temperatur, Präzisions-Sonderteilefertigung, Arbeitshöhe, Kollisionsschutz, Sicherheitskonzept, Kompensationsfaktor und -filter, Sensorhalterung, Bremse, Entkopplung, Sonderschmierung, Sonderfarben, Halter, Adapter, Sondermotoren mit Pharmazulassung, Umfangreiche Dokumentationen, Testprotokoll, Lebensdauertests

    Anwendungsbereiche

    Herstellung, Inspektion / Qualitätssicherung von medizinischen Verbrauchsmaterial und Operationswerkzeug (Kanülen, Lanzetten, Skalpelle, Infusionszubehör, Schlauchverbinder), Ausrichten und Inspektion von optischen Komponenten (Linsen, Prismen), Herstellung und Qualitätskontrolle von Präzisionskomponenten (Düsen, Nadeln, Ventile)

     

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    X

    Y

    Z

    XR

    YR

    Rx

    Ry

    Rz1

    Rz2

    Standardkomponente

     

    KLT310-DC

    KLT310-DC

    PMT160-DC

    KT180-DC

    KT180-DC

    DE-H100

    DE-H50

    DE-H100

    DE-H50

    Verfahrweg

    [mm; deg]

    20

    100

     

    80

    15

     

    50

    45

    45

    360

    n x 360

    Wiederholgenauigkeit bidirektional

    [µm; deg]

    ± 2.5

    ± 2.5

    ± 2.5

    ± 2.5

    ± 2.5

    0.02

    0.02

    0.02

     

    Wiederholgenauigkeit unidirektional

    [µm; deg]

    ± 2

    ± 2

    ± 2

    ± 2

    ± 2

    0.01

     

    0.01

     

    0.01

     

     

    Positoniergeschwindigkeit

    [mm/s; deg/s]

    25

    25

    5

    7

    7

    10

    25

    35

    10

    Max. Last

    [N]

     

     

    80

     

     

     

     

     

    0.5

    Motor

     

    DC-Motor

    DC-Motor

    DC-Motor

    DC-Motor

    DC-Motor

    AC-Servo

    AC-Servo

    AC-Servo

    AC-Servo

    Antrieb

     

    Kugelgewindetrieb

    Kugelgewindetrieb

    Kugelgewindetrieb

    Kugelgewindetrieb

    Harmonic Drive

    Harmonic Drive

    Harmonic Drive

    Harmonic Drive

    Harmonic Drive

    Feedback

     

    Motor-Encoder

    Motor-Encoder

    Motor-Encoder

    Motor-Encoder

    Motor-Encoder

    Motor-Encoder

    Motor-Encoder

    Motor-Encoder

    Motor-Encoder

     

    Änderungen vorbehalten. Werte gelten für Einzelachsen mit unseren Controllern. Hier angegeben sind typische Werte für eine Standardausführung. Durch individuelle Anpassungen und bei genauer Kenntnis Ihrer Anwendung können deutlich verbesserte Werte erreicht werden.


    Die Architektur eines Mehrachssystems beeinflusst maßgeblich Bauraum, Dynamik, Genauigkeit, Regelungsaufwand und Kosten. Die Bewertungsskala lautet: +++ gerring / ++ mittel / + groß.

    Kriterium Stapel (XY-Z) Portal (X-YZ) Gantry (2X-YZ / 2XY-Z)
    Bauraum (Aufstellfläche, Kosten für Struktur) +++  ++ 
    Eigenfrequenz (Steifigkeit, Ausregelzeit, Empfindlichkeit auf äußere Störeinflüsse) + ++  +++
    Dynamik (Geschwindigkeit, Beschleunigung, Taktzeit) + ++ +++
    Genauigkeit + ++  +++
    Anspruch an den Controller (Gantry-Mode, Kosten) +++ +++ ++
    Gesamtkosten +++  +++  ++ 
    • Stapel (Stacked): Ideal für kompakte, kosteneffiziente Systeme mit hoher Dynamik; eingeschränkt bei sehr großen Arbeitsbereichen.
    • Portal: Ausgewogener Kompromiss aus Steifigkeit, Dynamik und Arbeitsraum; höherer mechanischer und regelungstechnischer Aufwand.
    • Gantry: Optimal für große Arbeitsbereiche und hohe Ebenheitsanforderungen; höchste Komplexität, Controller-Anforderungen und Kosten.

    Neben diesen Grundarchitekturen bietet Steinmeyer Mechatronik auch kompakte Mehrachskombinationen sowie kundenspezifische Sonderlösungen – abhängig von Bauraum, Last, Dynamik und Genauigkeitsanforderungen.

    Die Angaben auf der Webseite basieren auf einem rechtshändigen, systemorientierten Koordinatensystem. Die Bezeichnung der Achsen und Freiheitsgrade folgt der nachstehenden Zuordnung:

    Freiheitsgrad Bezeichnung bei STM Beschreibung
    Translation X X Verfahrrichtung vom Motor bzw. vom Kopfteil weg
    Translation Y Y Seitliche Verfahrrichtung
    Translation Z Z Vertikale Bewegung entgegen der Gravitation (↑)
    Rotation um X (Rx) ω (Omega) Rollen
    Rotation um Y (Ry) φ (Phi) Nicken
    Rotation um Z (Rz) θ (Theta) Gieren

     

    Gibt es ein einheitliches Koordinatensystem für die Achsbezeichnung bei Positionieraufgaben? 

    Leider nicht. Insbesondere bei Rotationsfreiheitsgraden gibt es keine weltweit einheitliche Bezeichnung, und die Namenskonvention hängt stark vom Fachgebiet ab (z. B. Mechanik, Robotik, Luftfahrt, Maschinenbau, CNC-Technik, Optik).
    Ich gebe Dir unten eine Übersicht, wie die Drehachsen (rotatorischen Freiheitsgrade) üblicherweise genannt werden – gegliedert nach Anwendungsbereichen.

    1. Allgemeine mechanische Definition (DIN / ISO / Robotik / Mechatronik)

    • Translationsachsen: X, Y, Z
    • Rotationsachsen:
      • Rx – Rotation um X-Achse (→ Rollbewegung)
      • Ry – Rotation um Y-Achse (→ Nickbewegung)
      • Rz – Rotation um Z-Achse (→ Gierbewegung)

    Diese Notation ist klar, eindeutig und in der Mechatronik, Robotik und Kinematik-Analyse weit verbreitet.
    Sie wird z. B. in Denavit-Hartenberg-Parametern, CAD-Systemen (SolidWorks, Creo, Siemens NX) und Robotersprachen (KUKA, FANUC, UR) genutzt.

    2. Luft- und Raumfahrt / Navigationssysteme (Eulerwinkel)

    • Roll (φ) – Rotation um X-Achse
    • Pitch (θ) – Rotation um Y-Achse
    • Yaw (ψ) – Rotation um Z-Achse

    Diese Bezeichnungen sind stark etabliert, wenn es um Orientierung im Raum geht (z. B. bei Drohnen, Flugzeugen, Gimbals, Kameras).

    Um die Verwirrung zu steigern, handelt es sich hier sogar um ein linkshändisches Koordinatensystem. Den Piloten ist täglich bewusst, dass die Gravitation zum Erdmittelpunkt zeigt und haben die Z-Koordinate deswegen positiv nach unten definiert.

    Die Maschinenbauer finden das nicht positiv. Dort zeigt Z nach oben.

    3. CNC-Technik / Werkzeugmaschinen (DIN 66217, ISO 841)

    Hier ist die konventionelle Maschinenachsenbezeichnung:

    Achse Bewegung Beschreibung Beispiel
    X, Y, Z Translation Linearachsen Werkstückbewegung oder Werkzeugvorschub
    A Rotation um X z. B. Schwenktisch, Rundachse  
    B Rotation um Y z. B. Schwenkkopf  
    C Rotation um Z z. B. Drehtisch  

    Das ist die gängige Nomenklatur für Bearbeitungszentren, Drehtische, Hexapoden usw.

    4. Optik / Messtechnik / Präzisionsmechatronik

    In hochpräzisen Positioniersystemen wird oft die mathematisch saubere Notation aus der Kinematik bevorzugt:

    • Translationen: X, Y, Z
    • Rotationen: θx, θy, θz
      oder auch φx, φy, φz

    Diese Schreibweise ist vorteilhaft, wenn die Rotationen im Mikrorad- oder µrad-Bereich angegeben werden (z. B. bei Taumel, Verkippung, Winkelfehlern).

    Ja. Viele Mehrachssysteme sind modular aufgebaut und lassen sich an veränderte Anforderungen anpassen. Bereits in der Auslegung wird darauf geachtet, Erweiterungen, Umbauten oder funktionale Anpassungen zu ermöglichen.

    • Integration zusätzlicher Prozessköpfe
      • z. B. Mess-, Prüf-, Bearbeitungs- oder Handlingmodule
    • Austausch oder Ergänzung von Achsen und Traversen
      • Erweiterung des Arbeitsraums
      • Anpassung an neue Bewegungsprofile
    • Anpassung der Systemarchitektur
      • Umrüstung von Stapel- auf Portal- oder Gantry-Strukturen (anwendungsabhängig)
    • Mechanische Modifikationen
      • Anpassung von Verfahrlängen, Lastaufnahmen oder Schnittstellen
    • Optionale Funktions- und Ausstattungsupgrades
      • Encoder, Messsysteme, Bremsen
      • kundenspezifische Oberflächen und Beschichtungen
    • Anpassung an neue Prozess- oder Umgebungsanforderungen
      • Reinraum- oder Vakuumumgebungen
      • Life-Science-, Optik- oder Halbleiteranwendungen

    Der Grad der Modularität hängt von der jeweiligen Systemarchitektur, den Genauigkeitsanforderungen und dem Einsatzbereich ab. In vielen Fällen ist eine nachträgliche Erweiterung wirtschaftlich sinnvoller als eine komplette Neuentwicklung.

    • Optimale Systemarchitektur: Auswahl geeigneter Architekturtypen (z. B. Stapel, Portal, Gantry) passend zur Anwendung
    • Gezielte Materialwahl: Einsatz strukturstabiler Materialien zur Minimierung von Schwingungseffekten
    • Durchdachte Konstruktionsprinzipien: Steife Strukturen, kurze Kraftflüsse und symmetrischer Aufbau
    • Hohe Eigenfrequenz: erleichtert das Ausregeln des Systems, reduziert die Empfindlichkeit gegenüber äußeren Störeinflüssen
    • Ergebnis:
      • bessere Dynamik
      • höhere Positioniergenauigkeit
      • stabiler Betrieb auch bei hohen Beschleunigungen

    Nahezu alle hier gezeigten atmosphärischen Achskombinationen sind uneloxiert mit UHV-Schmierung für Restdrücke bis 10E-6 mbar und min. Reinraum Klasse ISO 6 - auf Anfrage bis ISO 2 - 1 - verfügbar. Weitere Stages für anpruchsvollere Umgebungen bis Reinraumklasse ISO 2, Vakuum bis 10E-11 mbar oder harte Strahlung finden Sie hier:

    Übersicht Reinraum & Vakuum Stages    Technischen Berater kontaktieren

    Materialien

    Die Steinmeyer Mechatronik GmbH verwendet überwiegend Aluminium für die Struktur mehrachsiger Positioniersysteme.
    In speziellen Fällen sind Stahl und auch Titan (z. B. magnetfreie Systeme) möglich.

    Der Grund: Aluminium führt lokale Erwärmungen effizient ab, sodass sich das System schnell in einen thermisch eingeschwungenen Zustand einstellt – eine wesentliche Voraussetzung für stabile und hochgenaue Positioniersysteme.

    Die geringere Steifigkeit von Aluminium im Vergleich zu Stahl wird konstruktiv kompensiert, z. B. durch:

    • eine leicht erhöhte Bauhöhe der Tische
    • den Einsatz von Hohlprofilen

    Wichtig: Ein Aluminium- und ein Stahlbalken mit identischer Geometrie weisen unter Eigengewicht die gleiche Durchbiegung auf. Für spezielle Anforderungen – z. B. magnetfreie Anwendungen – kommen auch Titan-Ausführungen zum Einsatz.

    Funktionale Oberflächen und Beschichtungen

    Neben Standardoberflächen stehen zahlreiche kundenspezifische Oberflächen- und Beschichtungskonzepte zur Verfügung.
    Diese sind gezielt darauf ausgelegt, sehr hohe Reinraumklassen zu erreichen – bis ISO 1–2, abhängig von Anwendung und Prozess.

    Zur Erfüllung anspruchsvoller Prozessanforderungen entwickeln und qualifizieren wir anwendungsspezifische Funktionsbeschichtungen, unter anderem:

    • Nickel-Beschichtungen
    • PTFE- & KEPLA®-Beschichtungen
    • Fluorierte Schmierstoffe
    • Dicronite® / Dry-Film-Beschichtungen
    • Applikationsspezifische Beschichtungs-Kombinationen


    Darüber hinaus sind verfügbar:

    • eloxiert (gereinigt)
    • alternative Farb-Eloxale
    • Aluminium blank, gereinigt
    • Bilatal
    • Nickel

    Diese Oberflächen eignen sich z. B. für hohe Reinheitsanforderungen, chemische Beständigkeit (Life Science) oder prozesskritische Umgebungen.

    Warum Funktionsbeschichtungen entscheidend sind (Vorher → Nachher)

    • Standardoberfläche → EUV-taugliche Oberfläche
    • Reflektierend → nicht reflektierend, minimiertes Streulicht
    • Begrenzte Gleitfähigkeit → maximales Gleiten & reduzierter Verschleiß
    • Basisschutz → chemische & korrosive Beständigkeit
    • One-size-fits-all → kostenoptimierte, applikationsspezifische Performance

    Sonderoberflächen sind häufig erforderlich für UV / DUV / EUV-Anwendungen (Röntgen- oder Gamma-Anwendungen auf Anfrage).

    Angepasstes System für Ihr Gesamtkonzept

    Sie suchen eine technische Lösung für Ihre Anwendung?

    Jetzt den ersten 3D Entwurf in nur wenigen Tagen erhalten:

     

    Katja Weißbach
    Beratung

    T +49 351 88585-64
    E-Mail

    Ronald Schulze
    Beratung, Projektmanagement
    & Engineering
    T +49 351 88585-67
    E-Mail

    Francisco Samuel
    Beratung &
    Projektmanagement
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    Elger Matthes
    Beratung, Konzepte, Innovation & Engineering
    T +49 351 88585-82
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