Künstliches Fingerglied für eine Handprothese

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Robust und stark wie die menschliche Hand

Ein führender Hersteller für Prothesen kontaktierte uns mit der Aufgabe, einen Mechanismus zu fertigen, welcher in einer künstlichen Hand zu Anwendung kommen sollte. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelten wir einen in der Stützstruktur integrierten Kugelgewindetrieb. Auf Grund der Miniaturisierung mussten sowohl Gewindetrieb als auch das dazugehörige Drucklager angepasst entwickelt werden. Die Kugelumlaufmutter ist als Schubstück ausgeführt, was im Sinne der Funktionenintegration zusätzliche Teile mit engen Toleranzen vermeidet. Das Drucklager zur Aufnahme der erheblichen Axialkräfte wurde mit verstärktem Außenring gefertigt, um einen Einbau ohne vollständig umschließende Stützstruktur zu ermöglichen. Alle Teile bestehen aus Edelstahl. Nur so können die in der realen Nutzung einer Hand auftretenden Spitzenkräfte ausgehalten werden.

Serienproduktion mittels Einlaufstand

Die Einkopplung des Antriebes erfolgt über ein Kegelrad, welches hier nicht gezeigt ist. Die Serienproduktion wird mit Vorrichtungen zur Montage und einem Einlaufstand unterstützt. Auf dem Einlaufstand werden die ersten 1000 Vollhübe ausgeführt, um ein sehr gleichmäßiges Laufverhalten auch bei rückwärtig wirkender Kraft (Finger wird durch von außen wirkende Kräfte bewegt) sicher zu stellen. Nach dem Einlaufen wird die Einheit nochmals gereinigt und mit einer Lebensdauerschmierung versehen.


Ansprechpartner Sonderbaugruppen

Dipl.-Ing. Elger Matthes

Tel.: +49 (0) 351 88585-0

elger.matthes(at)steinmeyer.com